|

|
Das Leccese Barock Santa Croce
Das komplette und vollständigste Beispiel des Lecceser Barocks ist ohne Zweifel die Kirche Santa Croce, die ein einziges harmonisches Gebauede mit dem angrenzenden Zoelestinerpalast heute Regierungspalast bildet, sie garantiert ein unvergleichliches Schauspiel von angenehmer Schönheit. Auf Entwurf von Gabriele Riccardi ab 1549 errichtet, wurde sie mehrere Male von Francesco Antonio Zimbalo, Cesare Penna und Giuseppe Zimbalo, auch Zingarello genannt, bearbeitet. Die Fassade besteht aus zwei Reihen darüber befindet sich ein großer Giebel. Der untere Teil ist durch sechs Saeulen aufgeteilt, die sich an die Wand lehnen, und ist durch einen Bogenrahmen verziert, der mit einem großen Fries klassischer Inspiration endet. Die drei Portale sind ein Werk des Antonio Zimbalo das zentrale besitzt eine Vorhalle, die von einem Paar Doppelsäulen gebildet wird, die einen Fries stützen, während über den Seitenportalen zwei zierliche Rosetten sind. Ein großer Balkon markiert die Abtrennung zwischen dem unteren und dem oberen Teil er ist durch dreizehn Karyatiden gestützt, die phantastische und allegorische Tiere darstellen und endet mit einer Balustrade, die von dreizehn emblemtragenden Putten verziert ist. Auf dem oberen Teil skandieren vier reichgeschmückte Säulen den Abstand des Raumes im Zentrum befindet sich die grosse phantasievolle Rosette mit überreichlichem Gesims, die Seitenräume öffnen sich zu kleinen Nischen, die die Statuen von San Pietro Celestino und San Benedetto fassen. Der obere Teil schließt oben mit einem großen Fries und mit einem leicht vorspringenden Gesims ab. Darüber ist ein mehrstiliger Giebel, der in der zweiten Hälfte des XVII. Jh. vollendet wurde. Im Innern ist die Kirche mit lateinischem Kreuz in drei Schiffe eingeteilt, mit einem tiefen Presbyterium und einer Zentralkuppel auf einem Tambour. Besonders interessant sind, außer der in Nischen aufgeteilten Apsis, die kostbaren Kapitelle, deren Zentralblüte sich öffnet, um die Köpfe verschiedener Apostel freizugeben. In der Kapelle, links des Presbyteriums, steht ein reichgeschmückter Altar mit den Geschichten des San Francesco da Paola, die in Basrelief dargestellt sind, ein Werk von Antonio Zimbalo, das aus den Jahren 1614-15 stammt. Alle Altäre sind in den Seitenkapellen reichgeschmückt, ebenso die Holzdecke mit vergoldeten und behauenen Kassetten.
|